14. März 2020 Lesung in privater Gesellschaft

15. März 2020 Lesung in Fribourg Schweiz mit Monolog einer Zimmerpflanze. (tbc)

20. März 2020 um 21 Uhr Lesung im Literaturcafé Biel mit Monolog einer Zimmerpflanze.

21. März 2020 Lesung im Haus zur Glocke in Steckborn mit Monolog einer Zimmerpflanze.

Mai 2020 Lesung Berlin mit Monolog einer Zimmerpflanze. (tbc)

Juni/Juli/August 2020 Seaside Soundmap Installation en France chez La Grande Lauzade, Le Luc VAR – auf halbem Weg zwischen Nizza und Marseille.

Weitere Daten und Zeiten folgen.

THIS WAS

Alles in Ordnung. Lesung & Ton
März bis Mai 2019
Sibylle Ciarloni und Rahel Kraft
Wir lasen und „betonten“ zwei Stories und ein Manual aus «Bernstein und Valencia».

Am 16. März 2019 starteten wir im Haus zur Glocke in Steckborn bei Judit Villiger.
Bettina Schnerr von Thurgaukultur.ch hat ausführlich berichtet.

Am 23. März waren wir im NAIRS Zentrum für Gegenwartskunst bei Scuol. Ein schönes Wiedersehen mit dem guten Ort.
Am 27. März füllten wir das Fabriktheater der Roten Fabrik in Zürich zwar nicht ganz. Dafür klang der Ton ausgezeichnet und das Licht fiel schön. Danke Jonas und Matthias!
Am 3. April gingen wir in Bern durch eines der letzten Schneegestöber nach Kairo und wir waren nicht allein. Das Publikum klatschte warm.
Am 25. April 2019 haben wir im Neubad, Luzern gelesen und getönt und das Publikum hat leise in sich hinein gelacht. Wir danken Urs und Dominik und Linus!
Am Abend des 26. April 2019 lud uns das Bagno Popolare im Schweizerhof zu Baden an den Thermalwasserbassindrand. Manche ließen sich im Wasser hin und her treiben, einer gurgelte mit dem gesunden Wasser. Wir benutzten dafür Leitungswasser. Wunderbar war der Abend und die Nacht – danke Kathrin, Maria, Andriu, Daniela, Christian und all jenen porenoffenen Wesen!
Am Abend des 7. Mai 2019 waren wir auf der Bühne der Brotfabrik in Berlin. Wir lasen barfuß und verschwanden schließlich im Dunkel des Bühnenrands. Danke Rio und Alexander und dem Barteam, das uns bis zum Ladenschluss geduldig betreut hat.

Hier noch einmal der Werbefilm:

„Kraft und Ciarloni – experimental ineinandergreifend, chaotisch schön, durchdacht interdisziplinär, sentimental auch, lustig auch.“

Lesung&Ton ist eine Mischung aus Performance und szenische Lesung. Die Künstlerinnen lesen und vertonen zwei Stories und ein Manual. Sorgfältig und bei vollem Bewusstsein über das Komplexe beim Abschweifen wirken Rahel Kraft und Sibylle Ciarloni zusammen. Die Texte stammen aus dem Erzählband „Bernstein und Valencia“ von Sibylle Ciarloni.

Es geht um ein Haus wie ein Labyrinth, in welchem sich ein Mädchen verläuft, um nach der Tante zu suchen. In den Räumen und auf den Gängen wimmelt es von Gestalten, Essen wird gekocht, Menschen kommen zusammen, ein Aquarium bricht, Welse schwimmen in den Speisesaal. – Dann geht es um das Verkommen eines Hotels, wo Schmauchpilze wüten und eigentlich schon lange keine Gäste mehr leben dürften. – Schließlich weisen die beiden Künstlerinnen das Publikum an «wie man sich selbst als Fisch zeichnet».

Mittels Wort und Gesang und analog wie digital erzeugtem Ton sowie einer gefilmten Sequenz erzählen die beiden Künstlerinnen in zwei Texten Fiktion und mit einer Anweisung fordern sie ein Gedankenexperiment. Ciarloni (Lesestimme und Dreh-Instrumente) und Kraft (Stimme und Tondichtung) kreieren Dissonanzen und synchrone Momente, um dem Zuhörer und der Zuhörerin einen dritten Raum zu schenken. Sein/ihr eigener Hör-Raum.

Kennengelernt haben sich die beiden Künstlerinnen beim Einsteigen in einen Hotelkomplex im Rauschen des Inns am Grenzgang zum Gemeinschaftskühlschrank im Zentrum für Gegenwartskunst NAIRS im Engadin. Eine Zigarette, zwei Zigaretten weiter beschlossen die beiden im harten Bündner Winter bei 1 Meter 20 Schnee die Zusammenarbeit.

«Bernstein und Valencia»
978-3-906311-44-9 /kaufen/

Ein schöner Abend war das, mit viel Besuch und draußen schön warm. 20. September 2018. Wir danken allen, die kamen. Hier ein Bild mit einem dazwischenunswuchernden Schmauchpilz. Gelesen haben wir zwei Geschichten und eine Anweisung aus dem neu erschienen Band: Bernstein und Valencia.
Im Bild: Sibylle Ciarloni und Rahel Kraft
Bild: Bettina Diel – Bearbeitung: Rahel Kraft

Am Abend des 6. Juni 2018 zeigte ich den Foto-Essay Strandläufer, lungomare in Berlin. Der Kosmetiksalon Bar Babette in Mitte war einmal mehr Gastgeber und Initiator von Info on Books.


Zum Inhalt: Dem Ufer entlang, strandauf strandab, an jenem Übergang zwischen Atmen und Eintauchen, gehen Männer eher alleine. Das Phänomen wurde während Jahren beobachtet und fotografisch festgehalten – aus nächster Nähe und aus der Ferne. Morgens, mittags, abends.
Eine kurze Erzählung und Gedichte (beide in Deutsch und Italienisch) begleiten die Strandläufer.
Kooperation Sibylle Ciarloni und Andrea Angelucci.

Hier sind die Buchhandlungen, die den Foto-Essay verkaufen. Das Buch kann auch in diesem Shop gekauft werden.

"Es war ein schönes Gefühl, sagte sie. Ein schönes Gefühl." (Aus dem Text.)

Im Studio von Zuzanna Skiba stieg ich am 4. November 2017 um 18.30 Uhr auf einen Worthaufen und las ihn dann so konzentriert wie schön hinunter. Das dauerte alles nur ein paar Minuten. Und ich summte zunächst bloß, zwischen den Worten, und sang dann doch ein halbes Lied. 

Atelieretage AR_29, Raum 586, Zuzanna Skiba, in Alt Reinickendorf 28-29, Berlin. Künstler und Gastkünstler zeigten an zwei Tagen ihre Werke. In der Umarmung all der Werke war ich sozusagen die Lebendigskulptur mit Sprechgesang.

Zur Finissage von KOMPLIZEN in der TART Galerie in Zürich intervenierten am 14. Oktober 2017 ab 18 Uhr Bettina Diel und Sibylle Ciarloni. Zwischen dem 8. und dem 17. November zeigten wir die Arbeit auch in der Sattelkammer Bern, im Rahmen von Bettina Diels Einzelausstellung DELICATE STUFF.

Am Anfang der Annäherung stand das Wort „Komplizen“.
Wer sind sie? Vertraute, Mitläufer, Partner? Legt die Komplizenschaft ihr Schattendasein tatsächlich zusehends ab? Oder legitimieren sich die Opportunisten?

Die Ausstellungsmacher in Liechtenstein und Zürich: „Im Verlauf der letzten Jahrzehnte lässt sich ein mehr und mehr legitimiertes Komplizentum beobachten – Vernetzung baut sichtbare und unsichtbare Brücken zwischen Orten, Menschen und Potentialen. Ist diese Vernetzung ein nicht enden wollender Zeitgeist, eine unabdingbare Haltung auf dem Weg zu erfolgreichen Vorhaben? Oder ist sie einfach nur die gelebte Erkenntnis, dass Kooperation grösstmögliche evolutive Momente schafft?“

Komplizen – Das Projekt bewegt sich zwischen kollaborativem Arbeiten und kooperativem Austausch in heterogenen Feldern und stellt einen temporären Ort für Dialog und Zusammenarbeit innerhalb einer experimentellen Plattform her. Unterschiedlichste Motive für Ausdrucksformen und Grenzen von Zusammenarbeit werden erforscht, ausgelotet und präsentiert.

Nach dem Beginn des Ausstellungsprojektes, das zwischen Juni und August 2017 im Kunstraum Engländerbau in Vaduz stattgefunden hat, wanderte der Organismus nach Zürich, um mit der TART Zürich einen zweiten Ausstellungsort zu bespielen und neue Komplizenschaft zu ermöglichen.

Ich wurde von der Künstlerin Bettina Diel angefragt worden, ihre Komplizin zu werden. Daraus entstand ein Briefwechsel, der auslotet, was nicht dingfest gemacht werden kann. Freundschaft, Liebe, Geschäftsbeziehung, Komplizenschaft, Begegnung, das Dasein. Wir nennen ihn ANNÄHERUNG und flugblattdrucken das Werk immer wieder neu bei Interesse, denn unser Briefwechsel ist nicht beendet, wenn der Drucker ins Off geht.

Unser Werk: Annäherung.
2017, Canon Drucker, Papier A4, Errex 50x55cm, Serifenschrift, Workflow mit Automator

Auch als podcast und im Streaming auf Kanal K!

Das Hörstück wurde am 27. September 2017 um 21 Uhr auf Kanal K ausgestrahlt. Es ist noch eine Weile hörbar. Wer will via podcast oder direkt im Streaming,  freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Kanal K.

Es gibt so Ideen, sich vorzustellen, dass die Welt in Ordnung zu bringen sei. In dem Stück werden ein paar solcher Vorstellungen miteinander vermengt. Der Blick drängt an den Horizont. Durch die Bewegungen der Figuren und das Verschieben von Grenzen und Zeiten gelingen vielleicht Annäherungen. Weltatlas – ein verlorener Gedanke ist ein gelesenes Stück über das Aufräumen von Dingen die Welt betreffend. Erzählt wird von den Umwegen des Atlaskindes, vom Verzweifeln des Kartografen und von der Frau, die unter anderem für Farben zuständig ist.
Gesprochener Text. Ordnungsgeräusche zur Verunsicherung. Ideen zum Weiterspinnen. Zollpapiere zur Identifikation. All das + vom Himmel und vom Meer und von der Naht, die die Welt zusammenhält. Eine Zimmerpflanze beschützt die Arbeitsatmosphäre und spendet Natur. Und auch sie sagt schließlich noch etwas.

Viele waren die Inspirationen zu dieser Arbeit. Nach Andreas Anter ist Ordnung das Grundproblem der Politik; ein Artikel über dieses Thema und sein Buch „Die Macht der Ordnung“ hat mich vor allem zu dieser Arbeit bewegt. Dazu Heinz von Foerster, der sagte: „Von den Fragen, die wir stellen über die Welt, gibt es solche, die man beantworten kann.“

Kunsträume, Foren und Festivals, die das Stück hörbar machen möchten, können sich gerne direkt bei mir melden. box@sibylleciarloni.com.

Die Produktion des Stücks wurde gefördert von der SRKS – Stiftung für Radio und Kultur Schweiz. Die Veranstaltungen (2015-2017, in Zusammenarbeit mit der Videokünstlerin Silja Dietiker) wurden von der Stadt Baden und vom Kuratorium des Kantons Aargau unterstützt.

Idee, Text und Töne: Sibylle Ciarloni
Koproduzenten: Radio Kanal K, Mr. Bob Production.
Stimmen: Alice Sager, Carsten Nemitz, Sibylle Ciarloni, Geräte und Dinge.

Danke an Rolf Schöner, Programmleiter, für die Einbettung in den K-Punkt auf Kanal K.