Im Aaku April 2019 steht also:

Wir möchten noch anfügen, dass das BAGNO POPOLARE uns am Abend des 26. April veranstaltet. Deshalb werden wir barfuss lesen und zugehört wird auch barfuss – obschon Ohr und Fuss weit voneinander entfernt liegen.
Eintritt frei Kollekte.
Tür 20 Uhr, Start 20.30 Uhr.
Tenue: Leichte Kleidung. Evt. Badeanzug.
Man darf baden, muss aber nicht.

Danke an dieser Stelle auch Corinne Rufli, Redaktionsleiterin des Aaku!

mit Sibylle Ciarloni und Rahel Kraft
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Pressetext
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Lesung&Ton ist eine Mischung aus Performance und szenische Lesung. Die Künstlerinnen lesen und vertonen zwei Stories und ein Manual im Spiel zwischen Nähe und Distanz, Existenz und Transformation. Grotesk und real, subtil und verwegen.

Es geht um ein Haus wie ein Labyrinth, in welchem sich ein Mädchen verläuft, um nach der Tante zu suchen. In den Räumen und auf den Gängen wimmelt es von Gestalten, Essen wird gekocht, Menschen kommen zusammen, ein Aquarium bricht, Welse schwimmen in den Speisesaal. – Dann geht es um das Verkommen eines Hotels, wo Schmauchpilze wüten und eigentlich schon lange keine Gäste mehr leben dürften. – Schließlich weisen die beiden Künstlerinnen das Publikum an «wie man sich selbst als Fisch zeichnet».

Mittels Wort und Gesang und analog wie digital erzeugtem Ton sowie einer gefilmten Sequenz erzählen die beiden Künstlerinnen in zwei Texten Fiktion und mit einer Anweisung fordern sie ein Gedankenexperiment. Ciarloni (Lesestimme und Dreh-Instrumente) und Kraft (Stimme und Tondichtung) kreieren Dissonanzen und synchrone Momente, um dem Zuhörer und der Zuhörerin einen dritten Raum zu schenken. Sein/ihr eigener Hör-Raum.

Sorgfältig und bei vollem Bewusstsein über das Komplexe beim Abschweifen wirken Rahel Kraft und Sibylle Ciarloni zusammen. Die Texte stammen aus dem Erzählband „Bernstein und Valencia“ von Sibylle Ciarloni.

Audio Live Mitschnitt „Alles in Ordnung“

Audio Live Mitschnitt „Evelyn“

Video Live Mitschnitt „Wie man sich selbst als Fisch zeichnet“

Rahel Kraft
Lebt in Wien und Zürich. Als Sängerin, Klangkünstlerin und Performerin ist sie in verschiedenen Projekten aktiv. Ihr künstlerisches Schaffen bewegt sich zwischen moderner Komposition, Installation, Improvisation und Performance, oft unter Einbeziehung von Raum, kollektiven Prozessen und Zuhören. Mit einem Background in freier Improvisation, Jazz und einem ausgeprägten Interesse für Musiktechnologie erschafft sie interdisziplinäre Klangarbeiten. 2016 schloss sie an der University of the Arts London den Master in Sound Arts mit Auszeichnung ab. 2010 erhielt sie den Master in Jazzgesang und Musikpädagogik von der Hochschule Luzern – Musik.
Kraft arbeitet als Vokalistin u.a. mit David Toop, Korhan Erel, Luca Sisera oder Urban Lienert und initiierte und leitete verschiedene Projekte mit dem Luzerner Stimmorchester. Mit der Schlagzeugerin Valeria Zangger erschafft sie seit fast einem Jahrzehnt eigenwillige Popmusik unter dem Namen 2henning. In ihrem aktuellen Gemeinschaftsprojekt mit der japanischen Klangkünstlerin Tomoko Hojo erforscht sie intime, versteckte Klänge in verschiedenen Regionen. Daraus entstehen Klanginstallationen, Audiowalks und Performances. Rahel Kraft wurde mit mehreren Werkbeiträgen und Preisen ausgezeichnet, aktuell am Zentrum für Medienkünste Karlsruhe zur Entwicklung eines Sound Walks mit Tomoko Hojo.
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Sibylle Ciarloni
Lebt an der Adria in San Costanzo und in Baden. Sie schreibt Erzählungen, Sprechtexte und Essays. Nach Verwaltungslehre und verschiedenen Aufenthalten im Ausland hat sie sich zunächst in Marketing, dann in Reportage und Feature, später in Philosophie, Sprache und Stimme weitergebildet.
Ciarloni ist Autorin der beiden Bücher „Strandläufer, lungomare“ und „Bernstein und Valencia“, Macherin von mehreren Live-Hörstücken, u.a. in Zusammenarbeit mit Manja Präkels (Co-Autorin, Musik) und Silja Dietiker (Video Archive, bewegtes Bild). Das Stück „Weltatlas – Ein verlorener Gedanke“ zeigte sie zwischen 2015 und 2017 in der Schweiz und in Deutschland an verschiedenen Orten. Zwischen 2003 und 2008 produzierte sie das Literaturprogramm „Auf hoher See“ auf Radio Kanal K mit eigenen Texten und jenen von Gastautorinnen und -autoren. Zwischen 2007 und 2010 führte sie den Salon Billa in Baden, Werkstatt und Veranstaltungsraum für Literatur, Musica, Arte.
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Dauer:
rund 70 Minuten

Kraft und Ciarloni. Filmstill aus «Wie man sich selbst als Fisch zeichnet». Pressebild. Printfähige Bilder bekommen Sie via Mail/Wetransfer.
Schreiben Sie auf anfragen@sibylleciarloni.com.

Ciarloni und Kraft am Lesetisch im Trudelkeller Baden (Vernissage Buch).

«Hier liest man zum ersten Mal und fortlaufend immer wieder, was Sibylle Ciarloni besonders gut kann: Ohne grosses Worttheater die Vorhänge zu einem bildreichen Lesestück aufziehen. Sie beobachtet, zeigt Leben, Rollen, jede scheint authentisch. Sibylle Ciarloni kennt ihr Personal und sie hat ihren eigenen Ton und die Gabe, sorgfältig zu erzählen – nicht um Grenzen auszuloten, sondern um sie zu überschreiten.»

Tanja Kummer, Schriftstellerin, über «Die Lesung»

 

«Es ist Coolness, mit der Ciarloni dem Untergehen ihrer Figuren begegnet. Ein fast genüssliches Austarieren des Abgrunds, das in den Bann zieht, dessen Wirkung auch über das Ende der Geschichte hinausreicht.»

Manja Präkels, Schriftstellerin und Musikerin, über «Anton Ross und Biene Marylin»

 

«Sibylle Ciarloni schreibt in einer Zeit, in der alle nach Sicherheit und Ordnung schreien, über unser tiefes Bedürfnis nach Chaos. Das ist nicht nur mutig, schrill und sehr poetisch, sondern befördert auch einige längst vergessene Wahrheiten zurück ans Licht. Das liest sich aufregend und wunderbar!»

Ulrike Anna Bleier, Schriftstellerin, über «Alles in Ordnung»

 

«Wie ein Gemälde entfaltet sich dieses Bild vor den Augen des Lesers. Sinn und Unsinn des Reifens und des Lebens spiegelt sich darin. Ein musikalisches Stück, das wie ein Gitarrenmenuett daherkommt. »

Rouven Obst, freier Lektor, über «Männer spielen Gitarre»

 

 “When seriously explored, the short story seems to me the most difficult and disciplining form of prose writing extant. Whatever control and technique I may have I owe entirely to my training in this medium.” – Truman Capote.

In Julian Salinas Buch „Wo ist Martha?“, das im Merian Verlag erschienen ist, durfte ich Martha auf einem Spaziergang durch Basel begleiten. Beim Gehen sind Dreizeiler entstanden …über den Amselmann, den Hut, den Stock, den Regenschirm oder dass nur noch fehlte, sich in Englisch zu verlieben… Home is where you are! Es sind kurze Beiträge, doch freue ich mich sehr, Teil dieses Projekts des Fotografen Julian Salinas zu sein. Die Autorin Karen N. Gerig hat über einzelne Quartiere in der Stadt Basel geschrieben. Gestaltet wurde „Wo ist Martha?“ von Beat Roth von portolibro in Basel.