MONOLOG einer Zuschauerin. Mitgehört.

„Literatur ist so anstrengend. Am furchtbarsten ist es, wenn die Vorleserin, der Vorleser, nuschelt. Die Geräusche, die das Umdrehen oder Weglegen der Blätter machen, gehen ja noch. Das kommt oft vor. Ich habe aber auch selten gute Stimmen gehört. Nur Schauspieler können richtig gut lesen, wobei man auch da aufpassen muss, dass man alles mitbekommt, wenn sie einen ablenken mit Gesten und hochgezogenen Augenbrauen. Oder mit diesem wissenden Lächeln in den Mundwinkeln, Weiterlesen …

Ein Kind verändert während des Spiels die Spielregeln. Das ist normal bei Kindern. Meglio ridere che piangere, no? EINE ausschweifende BEOBACHTUNG mit 7 oder 8 rhetorischen Fragen, teilweise sogar in Klammern.

Ein blonder, für sein Alter schon recht großer Bub spielt in einem weißen Haus mit Kugelschreibern. Für Tinte hat er keine Zeit und Farbstifte hat er keine mehr. Die hat er im Garten vergraben. Der Bub spielt nur mit Schreibzeug. Und manchmal mit einem dunkelblonden Mädchen. Es hat ein Gesicht wie ein hübsches Alien. Aber es ist kein Alien und eigentlich will es nicht bei allen Spielen des Buben mitmachen. Es muss nur manchmal. Dann geht es auch barfuß, wenn Weiterlesen …

Der Kanzlei für Basisgekipptes entschlüpfen im kommenden Jahr täglich neue Gedenktage. Das hat damit zu tun, dass die Autorin Joanna Lisiak und ich mindestens 365x nachdachten, diskutierten und entschieden.

Wir meinen, die Menschen sollten auch anderer Dinge und Zustände gedenken als nur zweckvoller, ohne damit sagen zu wollen, dass unser „Tag der Warteschlange“ bedeutender wäre als der Tag der Menschenrechte!
Wir twittern vom 1.1.2017 bis zum 31.12.2017 und freuen wir uns über Follower.
https://twitter.com/basisgekipptes

Ein assoziativer Wörterturm zu Rhythmus und Wiederholung.

Bold from Sibylle Ciarloni on Vimeo.

Lied vier.
Lied neun.
Lied vier.
Lied neun.
Tintenstrahldrucker.
Plusquamperfekt.
Previous.
Next.
Previous.
Next.
Bold Installation von Sibylle Ciarloni (txt) und Matthias Gubler (mov). Zum ersten Mal gezeigt am Taktung Festival in Zürich 2015.

Im Wortsinn verrückt sind die Grenzen. It’s a wild world! UN OSSERVAZIONE

Ich sang schon Englisch, als ich noch kein Englisch verstand. Ich sang AC/DC Lieder mit und Sarah, eine Freundin, bewunderte mich für meine Englischkenntnisse. Das wusste ich nicht bis zu einem Klassentreffen vor ein paar Jahren. Und nein, ich wusste auch nicht, was ich da singe. Weiterlesen …

Daumen hoch! Sachen aus dem Backoffice des Mannes mit der toten Katze auf dem Kopf. - EIN MONOLOG

Ich bin Ghostwriter. Sein Ghostwriter. Gestern Abend hat er endlich damit angefangen, die Rede auswendig zu lernen, die er morgen den Veteranen vortragen will. Ich hatte sie ihm schon vor zwei Tagen abgeliefert. Selbstverständlich habe ich mein Bestes gegeben, kraftvolle Sprache, klare Linien, bisschen pöbeln sei auch okay, ein paar Versprechen einfließen lassen und vor allem Prophezeiungen, die die derzeitigen Ängste der Masse pflegen. Nicht jeder Kunde bezahlt so gut, dachte ich und nahm den Auftrag an. Weiterlesen …